Frühbehandlung

Ab 2 Jahre

Kieferorthopädische Prävention und Frühbehandlung
Präventions Treppe

Die Zahnheilkunde der Zukunft soll Prävention, Früherkennung und Frühbehandlung prägen. Darin sind sich Wissenschaft, Berufspolitik, Versicherungsträger und Gesetzgebung einig. So zeigen die Konzepte zur Gruppen- und Individualprophylaxe Wirkung, denn die Karies ist erheblich zurückgegangen. Dagegen wurde die kieferorthopädische Prävention erheblich durch Richtlinien und Abrechnungsgebühren (BEMA 2004) eingeschränkt.

Diese vertragszahnärztlichen Bestimmungen entbinden die Kieferorthopäden nicht von ihrer ethischen Pflicht, auch den Sozialversicherten präventive und Frühbehandlungsmaßnahmen anzubieten, die jedoch nur noch nach der GOZ als außervertragliche Leistungen abrechenbar sind.

Prophylaxe bedeutet überwiegend außervertragliche Leistungen

Nach der Geburt erworbene oder selbst verschuldete Erkrankungen sind prophylaktischen Maßnahmen zugänglich. Etwa zwei Drittel aller kieferorthopädischen behandlungsbedürftigen Befunde fallen darunter.

„Erworbene” Kieferanomalien sind besonders Lutschgewohnheiten am Daumen oder an Saugern, Fehlen eines zwanglosen Mundschlusses und Mundatmung, ebenso das Beibehalten des infantilen Schluckens.

Die notwendigen Maßnahmen zur Unterbrechung schädlicher Gewohnheiten und Erfolg versprechende Frühbehandlungen sind nunmehr zum größten Teil aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen und bleiben auch ausgegrenzt.

Fazit: Eigenverantwortung der Eltern ist angesagt, die Vermeidung „schiefer Zähne” hat ihren (privaten) Preis.

Kieferorthopädische Prophylaxe ab zwei Jahre – Kieferorthopädische Prävention ab vier Jahren

„Was ist besser, der Daumen oder ein Beruhigungssauger?”

Der kiefergerechte Beruhigungssauger „DENTIMAXX” ist günstiger, weil er nach dem zweiten Lebensjahr leichter zu entwöhnen ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass zum großen Teil Lutschgewohnheiten am Sauger im dritten und vierten Lebensjahr von selbst abgestellt werden.

Das Daumenlutschen hingegen wird oftmals bis in die Schulzeit hinein weiter ausgeübt. Das Wegnehmen des Beruhigungssaugers oder das gewaltsame Unterbinden von Finger- oder Daumenlutschen führt kaum zum Erfolg.

Für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr gibt es einen neu entwickelten entwöhnungs Sauger „STOPPI”, er ähnelt einer Mundvorhofplatte und das besondere ist, dass sich kein Fremdkörper zwischen den Frontzahnreihen befindet.

Muppy

Frühe präventive Maßnahmen sind nach wie vor notwendig und können durch die befundbezogenen Mundvorhofplatten geleistet werden. Für bereits vorliegende Zahnfehlstellungen oder Sprechstörungen gibt es jeweils eine spezielle MUPPY®. Ob und wann nach der Lutschentwöhnung noch eine „richtige” kieferorthopädische Behandlung erfolgen sollte, darüber beraten wir Sie gern.

Um spätere kieferorthopädische Behandlungen – nach Übertragung auf das Wechselgebiss – zu vermeiden oder sie in ihrem Schwierigkeitsgrad zu mindern enthält die vierte Präventionsstufe neben individuell hergestellten Geräten ein vorgefertigtes Behandlungsgerät „POSITIONS-TRAINER”.

Er ist geeignet, myofunktionelle Fehlfunktionen sowie die habituelle Mundatmung zu beheben und darüber hinaus störende Einlagerungen der Wangen-, Lippen- und Zungenmuskulatur von den Zähnen abzuhalten, um den Zähnen in eine regelrechte Stellung des Zahnbogens zu verhelfen.